Wie sicher ist Kapstadt wirklich?

Südafrika ist bei uns vor allem für eines bekannt: seine hohe Kriminalitätsrate. Die Kluft zwischen arm und reich ist in dem Land leider immens und sehr sichtbar. Es gibt quasi keine richtige Mittelschicht, entweder sieht man tolle Häuser und Menschen, die sich alles leisten können oder Townships mit Wellblechhütten und Menschen, die jeden Tag ums Überleben kämpfen – eine bittere Folge der Apartheit. Das größte Problem, mit dem das Land wohl zu kämpfen hat ist die hohe Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen (über 60 %) und die hohe Einwanderungsquote aus Nachbarländern wie Simbabwe, die bereit sind, jeden Job zu erledigen. Das ist zumindest das, was wir in über einem Monat Südafrika aus Gesprächen mit vielen Menschen und Recherche herausgefunden haben.

Trotz allem war Südafrika für uns eines der schönsten Länder, die wir auf unsere Reise besucht haben. Wir waren jeden Tag total geflasht von der Natur, den offenen Menschen und dem Vibe des Landes. Wir würden jederzeit wiederkommen und vor allem Kapstadt wird als (für uns) schönste Stadt der Welt immer einen großen Platz in unserem Herzen besetzen.

Anfangs waren wir vor unserer Reise nach Südafrika auch ziemlich verunsichert, was uns dort erwarten wird und haben uns deshalb zuerst für Kapstadt entschieden.

Doch auch hier hört man viele Berichte von Überfällen auf Touristen, Kleinkriminalität etc. deshalb kommt hier unser Erfahrungsbericht zur Sicherheit in Kapstadt und wichtige Tipps, um sich zu schützen.

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Kann ich tagsüber in Kapstadt durch die Stadt laufen?

 

Trotz allem würden wir Kapstadt als relativ sicher bezeichnen. Vor allem wegen der hohen Sensibilisierung was die Kriminalität angeht. An jeder Ecke in der Innenstadt steht Security, was einem natürlich ein sehr gutes Gefühl gibt. Deshalb würden wir sagen: Ja, tagsüber kann man sich vor allem in der Innenstadt gut zu Fuß bewegen. Teueren Schmuck würden wir jedoch zu Hause lassen und allgemein würden wir empfehlen (wie eigentlich überall auf der Welt), gut auf seine Wertsachen zu achten.

Gerade nachts oder wenn es dunkel wird wurde uns auch von Einheimischen empfohlen, lieber einen Uber zu nehmen. Diese sind in Kapstadt auch relativ günstig und kosten immer nur 1-2 €. Bolt ist ebenfalls eine gute Alternative.

Kann ich in Kapstadt Bus fahren?

 

Kurzum: Ja. Die MyCiti Busse sind ziemlich sicher (tagsüber) und fahren überall in der Stadt. Tatsächlich muss man aber sagen, dass es zu zweit sogar günstiger ist, einen Uber zu nehmen. Man bekommt für rund 4,00 € eine Karte, die man beliebig aufladen kann. Fahrten kosten ab 15 Rand (0,80 €).

Wie sicher ist Wandern in Kapstadt?

Am beliebtesten ist die Wanderung auf den Lionshead. Hier wurde vermehrt in den letzten Jahren von Überfällen auf Touristen berichtet. Wir waren im August (Low Season) an einem Samstag zwischen 8:00 und 15:00 Uhr. Es wird generell auch empfohlen, am Wochenende und zu hohen Besuchszeiten hoch zu wandern und nicht zu früh am morgen sowie zu spät abends. Auch sollte man den bekannteren Weg laufen (Start: Lions Head Hiking Trail).

 

Um beim Wandern in Kapstadt auf Nummer sicher zu gehen, solltet ihr folgende Regeln befolgen:

    • Gruppengröße: Wandert niemals alleine – am besten seid ihr in Gruppen von mindestens 4 Personen unterwegs.

    • Keine Wertsachen: Lasst Kameras und teure Smartphones am besten verdeckt am Körper oder nehmt nur ein älteres Smartphone mit.

    • Feste Zeiten nutzen: Geht nur tagsüber und zu Stoßzeiten (z. B. am Wochenende). Meidet den Aufstieg bei Dämmerung oder Dunkelheit.

    • Notrufnummern abspeichern: Speichert euch vorab die direkte Nummer der SANParks / Table Mountain National Park Safety Hotline (+27 861 106 417) im Handy ab.

    • Tracking-Apps nutzen: Der kostenlose Service der SafetyMountain Tracking Group bietet Live-Überwachung für Wanderer auf den Trails in Kapstadt.

7 goldene Sicherheits-Regeln für deine Kapstadt-Reise

Damit eure Zeit in der Mother City unvergesslich schön bleibt, solltet ihr euch diese Verhaltensregeln verinnerlichen:

1. Auto sicher abstellen & „Car Guard“ Trinkgeld geben: Lasst absolut nichts im Auto sichtbar liegen – keine Jacken, keine Ladekabel, keine leeren Tüten. Auf öffentlichen Parkplätzen stehen oft offizielle oder inoffizielle Car Guards in Warnwesten. Ein kleines Trinkgeld von 5 bis 10 Rand (ca. 0,25 – 0,50 €) beim Ausparken ist üblich und sorgt dafür, dass euer Mietwagen im Blick behalten wird.

2. Geldautomaten (ATM) genau prüfen: Heb nur Geld in gesicherten Einkaufszentren oder Bankfilialen ab. Lasst euch niemals von Fremden am Automaten „helfen“ – ATM-Scams sind die häufigste Falle für Touristen.

3. Mietwagen-Türen immer verriegeln: Fahrt in der Stadt immer mit verriegelten Türen und geschlossenen Fenstern, um spontane Smash-and-Grab-Diebstähle an roten Ampeln zu verhindern.

4. Kein Navi durch Townships nutzen: Verlasst euch bei der Navigation (z. B. Google Maps oder Apple Maps) nicht blind auf die schnellste Route. Nutzt vom Flughafen in die Innenstadt immer die Hauptverkehrsadern N2 und M3.

5. Wertgegenstände unauffällig tragen: Tragt Handys nicht dauerhaft in der Hintertasche oder lose in der Hand. In belebten Straßen wie der Long Street kommt es schnell zu Taschendiebstählen.

6. Notfall-Kontakte bereit halten: Ladet euch lokale Sicherheits-Apps wie Namola herunter, um im Notfall per Knopfdruck Hilfe anzufordern.

7. Bauchgefühl vertrauen: Wenn sich eine Straße oder Situation komisch anfühlt: Kehrt um oder steigt direkt ins nächste Uber.

 

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Fazit: Wie sicher ist Kapstadt wirklich?

Kapstadt ist definitiv kein Reiseziel, an dem man seine Aufmerksamkeit komplett ausschalten kann. Man muss sich an gewisse Verhaltensregeln halten und seinen gesunden Menschenverstand einschalten.

Wer jedoch die grundlegenden Sicherheitsvorkehrungen beachtet – nachts Uber nutzt, Wertsachen nicht zur Schau stellt und Wanderungen gut plant – wird in Kapstadt eine der fantastischsten Zeiten seines Lebens verbringen. Die atemberaubende Natur, die kulinarische Vielfalt und die Herzlichkeit der Menschen überwiegen alle Bedenken bei weitem!

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