Madagaskar Reiseplanung: Beste Reisezeit, Sicherheit & Visum im Überblick

Madagaskar ist ein echtes Traumreiseziel: paradiesische Strände, einmalige Flora und Fauna und dem Gefühl, überall willkommen zu sein. Doch das Paradies gehört leider zu einem der ärmsten Länder der Welt, die Infrastruktur ist katastrophal und einen Urlaub hier zu planen daher eine echte Herausforderung. Deshalb haben wir in diesem Blogbeitrag die wichtigsten Tipps und Infos für deine Reise nach Madagaskar zusammengefasst.

 

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Einreise:

 

Für die Einreise nach Madagaskar brauchen EU-Bürger ein Visum.
Man kann das Visum für 15, 30, 60 und 90 Tage ganz unkompliziert online beantragen und erhält es normalerweise innerhalb von 24 Stunden per E- Mail.

 

Offizielle E-Visum Website: https://evisamada-mg.com/en/home
Zur Not kann man auch ein 30-tägiges Visum vor Ort bei der Einreise beantragen.

 

Kosten:
  • 15 Tage: 30,00 €
  • 30 Tage: 35,00 €
  • 60 Tage: 40,00 €
  • 90 Tage: 50,00 €

Sprache:

 

Die Menschen in Madagaskar sprechen hauptsächlich Malagasy.
Die Schule findet jedoch auf Französisch statt, weshalb fast alle Madagassen auch Französisch sprechen.
Französisch Grundkenntnisse oder eine gute Übersetzer App wären deshalb von Vorteil.
Englisch wird aber gerade in touristischen Gegenden auch viel gesprochen.

Welche Impfungen brauche ich?

 

Neben den üblichen Reiseimpfungen wie Hepatitis A, Typhus und Tollwut wird bei Reisen im Indischen Ozean auch noch Chikungunya empfohlen (wird durch Stechmücken übertragen).
Außerdem ist eine Gelbfieberimpfung zwingend notwendig, da sonst eine Einreise in ein anderes Land verwehrt werden kann.
Die Kosten für die Impfungen kann man normalerweise aber über seine Krankenversicherung fast vollständig zurückerstatten.

Wie ist es mit Malaria?

 

Uns wurde auch die Malariaprophylaxe empfohlen, wir haben uns aber wegen der Nebenwirkungen und dadurch, dass wir lange Zeit durch Malariagebiete reisen, dagegen entschieden.

In Madagskar ist das Malaria Risiko ganzjährig hoch, wir haben davon aber selbst auf den tropischen Inseln nicht viel mitbekommen.
Ein guter Mückenschutz empfiehlt sich hier. Sollte man doch einmal ab Malaria erkranken sind die Medikamente in Madagaskar sehr leicht zugänglich und günstig, man muss dabei nicht einmal zum Arzt.

Trinkwasser

 

Trinken sollte man als Tourist lediglich das abgepackte Wasser aus den Supermärkten und Kiosks oder abgekochtes Wasser. Allgemein hat man als Tourist kein so großes Problem mit der Wasserversorgung, so lange man sich in Hotels befindet. Aber auch hier haben wir es oft erlebt, dass es manchmal kein oder nur kaltes Wasser gab. Darauf muss man sich aber bei einer Reise in eines der ärmsten Länder der Welt einstellen. Wir haben das Wasser aus dem Hahn entgegen aller Warnungen auch zum Zähneputzen genutzt und hatten keine Probleme.

Sicherheit

 

Madagaskar ist allgemein ein sehr sicheres Land, wir haben uns hier wirklich zu keiner Zeit unsicher gefühlt.
Jedoch sollte man in großen Städten besonders Acht auf seine Wertsachen geben und vor allem nachts in der Hauptstadt nicht alleine raus gehen. Gewaltverbrechen sind aber sehr selten. Man wird viel angebettelt, auch von Kindern. Gerne kann man etwas geben aber es wird davon abgeraten den Kindern Geld oder Essen zu geben, da diese dann nicht mehr zur Schule gehen.

Wann ist die beste Reisezeit für Madagaskar?

 

Von Mai bis Oktober, dem Südwinter, herrscht die Trockenzeit in Madagaskar. Dann werden die Temperaturen angenehmen (nicht mehr o heiß) und die starken Regenfälle hören auf. Zu dieser Zeit lohnt sich eine Reise besonder, denn die meisten Straßen sind wieder befahrbar und die Temperaturen sind perfekt für einen Sommerurlaub, der aber nicht zu heiß wird.

 

Geheimtipp: Von Juli bis November ist vor der Küste der Insel Sainte Marie Walsaison. Hier kann man von der Küste aus den Walen zusehen, die sich ihre Partner zur Paarung anlocken.

Fortbewegung

 

Die Einheimischen hier nutzen das sogenannte Taxi Brousse – Vans oder Mini Vans, die teilweise die doppelte Menge an Menschen transportieren, die vorgesehen sind. In der Stadt kann das ganz amüsant sein, aber auf den schlechten Straßen ist es ein ätzendes Fortbewegungsmittel.

Wenn man in etwas abgelegenere Orte fahren möchte, dann bietet es sich an, einen Fahrer zu engagieren. Selbstfahren ist hier keine Option und auch zu gefährlich. An manchen RN (Route National) sind die Straßen zwar ganz gut, hier fahren aber sehr viele LKWs, die man früher oder später überholen muss.

Wer zwischen den größeren Städten hin und her fahren möchte und sich nicht die endlose Reise mit dem Taxi Brousse geben möchte, der kann sich ein Ticket für Cotisse Transport oder Soatrans buchen, diese Busse bieten etwas mehr Komfort. Die Strecken sind jedoch weiterhin ziemlich lang.

Wer es also eilig hat, sollte auf die Inlandsflüge zurückgreifen. Diese gehen alle über die Hauptstadt Antananarivo und so kann man sich zumindest einen Weg sparen. Leider sind die Inlandsflüge nicht gerade günstig und je nach Zielort zahlt man 150–270 €.

Wir haben daher auf das Busunternehmen Cotisse zurückgegriffen. Eine Fahrt kostet zwischen 15 und 30 €.

 

Wir haben einen ausführlichen Artikel zum Thema „Fortbewegung in Madagaskar“ geschrieben, schau ihn dir doch gerne an!

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